Professur für Umweltethik

Brandseeschwalbe (Bild: Martin Gorke)

Vorreiter und Nachdenker

Die Umweltkrise ist auch eine Krise des Denkens. Umweltethik hinterfragt die Wertvorstellungen, die den menschlichen Umgang mit der Natur bedingen, und entwickelt Alternativen. Als Teildisziplin der praktischen Philosophie ist sie insbesondere bestrebt, die Bewertungen menschlicher Handlungen anhand verallgemeinerbarer Maßstäbe zu begründen.

Im Rahmen dieses allgemeinen Ziels und darüber hinaus beschäftigt sich die Professur für Umweltethik mit praktischen Fragen des Natur- und Artenschutzes, den Themengebieten Wildnis, Klimawandel und Nachhaltige Entwicklung, mit Naturphilosophie, Wissenschaftstheorie und Geschichte der Ökologie sowie mit ökologischen Utopien.

Die Professur wurde 1997 als erste ihrer Art in Deutschland an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät eingerichtet. Gleichzeitig ist sie dem Institut für Philosophie kooptiert. In der Lehre versorgt sie Studiengänge beider Fakultäten, darunter Landschaftsökologie & Naturschutz, Biologie, Nachhaltigkeitsgeographie und Philosophie.

Aufgrund dieser ausgeprägten Interdisziplinarität sieht sie es nicht zuletzt als ihre Aufgabe, den Dialog zwischen Natur- und Geisteswissenschaften zu befördern.