Aktuelles

Neue Stelle zu besetzen!

Innerhalb des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichteten Graduiertenkollegs RTG 2010 – „Biological responses to novel and changing environments – RESPONSE“ ist vorbehaltlich der Mittelbewilligung ab 01.10.2019 befristet für die Dauer von 4,5 Jahren die Stelle einer*eines vollzeitbeschäftigten wissenschaftlichen Mitarbeiterin*Mitarbeiters:  Modeling species persistence to climate change zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L Wissenschaft. Die Stelle ist teilzeitgeeignet.

Stellenausschreibung 19/Wi19

Projektstart DIG-IT! – machine-learning für die Ökologie

Im Juli 2019 startet an der Universität Greifswald das Verbundprojekt DIG-IT! – Digitalisierung natürlicher Komplexität zur Lösung gesellschaftlich relevanter ökologischer Probleme. Mit maschinellen Lernalgorithmen (machine learning) sollen die immer größer werdenden Datenmengen in der Ökologie ausgewertet werden. Besonders Bilddaten fallen in der Forschung heute in großen Mengen an, zum Beispiel in der Mikroskopie, durch Wildkameras, von optischen Scans oder bei Luftaufnahmen von Drohnen. DIG-IT! wird von Prof. Dr. Martin Wilmking, Universität Greifswald, geleitet. Beteiligt sind Arbeitsgruppen des Instituts für Botanik und Landschaftsökologie, des Zoologischen Instituts und Museum, des Instituts für Mathematik und Informatik sowie das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (Rostock). Das Vorhaben wird mit zwei Millionen Euro aus dem Landesexzellenzprogramm MV „Digitalisierung in der Forschung“ gefördert.

Kameras und Sensoren werden immer preiswerter und zugleich immer leistungsfähiger. Mit der modernen digitalen Technik ist es möglich, in kurzer Zeit sehr große Datenmengen zu erheben. Wo früher noch manuell Bilder und Messungen gemacht wurden, laufen heute voll automatisierte Systeme, die kontinuierlich neue Daten liefern. Früher musste man sich mit kleinen Stichprobenmengen zufriedengeben, heute kann ein Vielfaches an Proben gesammelt werden. Big-Data ist in der Ökologie angekommen.

Doch wie können große und komplexe Datenmengen sinnvoll ausgewertet werden? Besonders Bilddaten sind selbst mit spezialisierter Software oft nur schwer auswertbar, sodass Menschen immer noch manuell Bilder klassifizieren oder Strukturen in Bildern messen müssen. Hier können 'machine learning'-Algorithmen wie künstliche neurale Netzwerke helfen. Solche Methoden sind an die Funktionsweise von echten Neuronen angelehnt und helfen eine Vielzahl von Problemen zu lösen.

Die Entwicklung von 'machine learning'-Methoden begann in den 1950er und 60er Jahren, doch erst die Rechenleistung moderner Computer führte zu bahnbrechenden Erfolgen. Besonders die Durchbrüche 2012 in der Klassifizierung von Bildern (AlexNet) lösten einen regelrechten Hype aus, als in einem jährlichen Wettstreit klar wurde, dass 'machine-learning'-Methoden zuverlässig verschiedenste Objekte in Bilden erkennen können.  Maschinelle Lernalgorithmen haben das Potenzial, riesige Datenfluten zu analysieren. Schon jetzt zeigen erste Tests, dass selbstfahrende Autos automatisch andere Fahrzeuge und Verkehrsschilder erkennen und so Fahrzeuge entsprechend lenken können. Greifswald und Rostock wollen deshalb solche Methoden jetzt auch für Ökolog*innen zugängig machen. Ziel von DIG-IT! ist, einen Werkzeugkasten zu entwickeln, mit dem verschiedenste Daten ausgewertet werden können. Am Ende des Projektes soll der Werkzeugkasten auf eine Vielzahl von Problemen anwendbar und nicht nur auf einige spezielle Aufgabenbereiche festgelegt sein.

„Das Besondere ist, dass 'machine learning'-Algorithmen automatisiert komplexe Probleme lösen, wie das Erkennen von Tierarten in Bildern. Das mussten zuvor Menschen manuell machen. Zum anderen haben solche Methoden aber auch das Potenzial zu übermenschlichen Fähigkeiten; sie erkennen Muster in Daten die sonst verborgen geblieben wären“, sagt Dr. Mario Trouillier, der als Postdoc in DIG-IT! die einzelnen Projekte vernetzen wird. 

Zu Beginn startet das Projekt mit Bilddaten aus der Holzanatomie (AG Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik, Prof. Dr. Martin Wilmking), von Wurzeln (AG Experimentelle Pflanzenökologie, Prof. Dr. Jürgen Kreyling), Pollen (AG Moorkunde und Paläoökologie, Prof. Dr. Hans Joosten) und Fledermäusen (AG Angewandte Zoologie und Naturschutz, Prof. Dr. Gerald Kerth). Theoretische Unterstützung für die Optimierung der Algorithmen und die mathematische Weiterentwicklung kommt dabei von der Arbeitsgruppe „Biomathematik und Stochastik“ (Prof. Dr. Mareike Fischer). Die technische Expertise liefert das Fraunhofer Institut für Grafische Datenverarbeitung Rostock (Prof. Dr. Uwe Freiherr von Lukas).

DIG-IT

Neues Projekt will Paludikultur in die Praxis bringen

Paludikultur auf Niedermooren wird im neuen Projekt Paludikultur in die Praxis bringen: Integration, Management, Anbau ab Mai 2019 vertiefend erforscht. „Paludi-PRIMA“ untersucht die Kultivierung und Wirtschaftlichkeit von Rohrkolben (Typha latifolia, Typha angustifolia) und von Schilf (Phragmites australis). In einem Praxisanbau bei Neukalen sind auf ca. 10 ha maschinelle Pflanzung und Ernte von Rohrkolben geplant. Ein Mesokosmen-Experiment an der Universität Greifswald untersucht den Einfluss von Genetik, Wasserstand und Nährstoffverfügbarkeit auf die Entwicklung der Pflanzen und deren Biomassequalität, z.B. für die Eignung als Dachschilf. Darüber hinaus widmet sich PRIMA den Rahmenbedingungen zu Paludikultur, organisiert Feldtage und entwickelt Praxisleitfäden und Empfehlungen. Das dreijährige Verbundprojekt wird von vier Arbeitsgruppen an der Universität Greifswald in Kooperation mit der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern bearbeitet. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Projektträger ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

PRIMA

„Familienfreundliche Einrichtung des Jahres 2019“ ausgezeichnet

Die Universität Greifswald hat die Auszeichnung „Familienfreundliche Einrichtung des Jahres 2019“ an die Arbeitsgruppe Experimentelle Pflanzenökologie von Prof. Dr. Jürgen Kreyling verliehen. Das Zertifikat wird jährlich von der Gleichstellungsbeauftragten und dem Rektorat vergeben. Professor Kreyling nahm den Preis am 20. Juni 2019 im Rahmen des Familienfestes im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) entgegen. Beworben hatten sich fünf Einrichtungen der Universität Greifswald.

Bei der AG von Professor Kreyling wird in vorbildlichem Maße auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf geachtet. Dazu gehören eine positive Unterstützung der Elternzeit bei Müttern wie auch Vätern, Home Office mit möglicher Online-Zuschaltung, sowie eine familienfreundliche und flexible Termingestaltung auch bei Präsentationen und Besprechungen. Neun der Mitarbeitenden sind bereits Eltern und vier weitere werden es im Laufe des Sommers zum ersten Mal, sodass die besondere Unterstützung und das Verständnis unter den Kollegen und Kolleginnen sowie des Vorgesetzten in der AG wichtige Bestandteile sind, die mit der Auszeichnung wertgeschätzt werden. Die Senatsgleichstellungskommission zollt damit innovativen und kreativen Lösungen bei Vereinbarkeitsfragen, familienfreundlicher Termingestaltung und Angeboten von Kinderbetreuung bei Terminen und Tagungen, sowie einer familienfreundlichen Infrastruktur Anerkennung.

Die Prorektorin für Forschung und Transfer sowie internationale Angelegenheiten und Gleichstellung, Prof. Dr. Katharina Riedel, übergab zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragen Ruth Terodde eine Urkunde und eine mobile Spielzeugkiste an Jürgen Kreyling stellvertretend für seine AG. Dieser ist überzeugt, dass in der Wissenschaft der Spagat zwischen Beruf und Familie möglich ist, wenn beide Seiten flexibel mit der Situation umgehen. Aus seiner Erfahrung hat die erfolgreiche Ausrichtung an Familienbedürfnissen sogar positive Auswirkungen auf die Projekte. „Aus der Sicht der Forschungsprojekte beobachte ich jedenfalls regelmäßig einen Mehrwert durch gesteigerte Effizienz und extrem hohe Leistungsbereitschaft aller Eltern, die eine gute Unterstützung erfahren“, so Kreyling. Er freut sich sehr über die Auszeichnung und ist auch überzeugt, dass die „AG Kinder“ große Freude an der Spielekiste haben werden.

Die Gleichstelungsbeauftragte und das Rektorat vergeben das Zertifikat „Familienfreundliche Einrichtung des Jahres an der Universität Greifswald“ seit 2006. Die Auszeichnung würdigt eine Einrichtung oder einen Fachbereich, ein Institut oder Projekt, wo Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familienaufgaben gefördert wird und wo eine offene, familienfreundliche Atmosphäre herrscht. Seit 2014 gibt es jährlich eine Ausschreibung, durch die alle interessierten Studierenden und Mitarbeitenden der Universität aufgefordert sind eine „Familienfreundliche Einrichtung“ vorzuschlagen.

Neues Projekt DESIRE gestartet

Das Projekt DESIRE ist erfolgreich gestartet! Zum Kick-off Meeting wird u.a. das Naturschutzgebiet Karrendorfer Wiesen nördlich von Greifswald besucht.

Neue Stelle zu besetzen!

Zum 15.02.2019 suchen wir einen/eine wissenschaftlichen Mitarbeiter/-in (50% TV-L13 mit möglichkeit zum Aufstocken) im neuen Projekt "DESIRE"!

Mehr Infos hier, bei Fragen Jürgen Kreyling kontaktieren.

REPEAT auf der Klimakonferenz

Das Forschungsprojekt REPEAT wurde auf zwei Moor-Veranstaltungen auf der UNFCCC-Klimakonferenz COP24 in Katowice vorgestellt. Am 06.12.2018 ging es bei einem Side-event im Deutschen Pavilion um Moorbrände und Wiedervernässung, am 11.12. drehte sich alles im ClimateHub um Nahrungsmittel von entwässerten Mooren, von Gouda-Käse bis Palmöl-Keksen. Hans Joosten, Wiktor Kotowski und Franziska Tanneberger stellten das Projekt vor.

Hier geht es zu Tweets des Greifswald Moor Centrums zur Klimakonferenz.

WETSCAPES im NDR

In der gestrigen Ausstrahlung der Sendung "45 Min" im NDR wird die Nachhaltigkeit von Torfabbau und die Bedeutung von Mooren beim Klimaschutz diskutiert. Prof. Hans Joosten aus der AG Paläoökologie unterstreicht die Notwendigkeit der Wiedervernässung von Mooren und stellt kurz die Arbeit im Projekt WETSCAPES vor.

Hier geht es zur Sendung.

Neue Stelle zu besetzen!

Zum 15.01.2019 suchen wir einen neuen Doktorand im neuen Projekt PRIMA! Bewirb dich bis zum 31.12.2018 bei Jürgen Kreyling.

Hier gehr es zur Stellenausschreibung.

Neue Abschlussarbeitsthemen Online

Neue Themenvorschläge zu Abschlussarbeiten sind online!

Bei Interesse an einem der vorgeschlagenen Themen, wende dich bitte an die verantwortliche Person. Bei Fragen zu mehreren Themen oder eigenen Ideen kontaktiere bitte Prof. Jürgen Kreyling.

Gesche Blume Werry im Podcast über Permafrost

Gesche Blume Werry und andere junge Wissenschaftler aus Schweden sprechen im Podcast Threshold über Veränderungen in Permafrostböden und deren globale Auswirkungen.

Hier Episode 3: Impermafrost anhören!