Julius Münters Lehrsammlung „Herbarium Morphologicum“

Herbarium Morphologicum von Julius Münter: Flores pleni (Gefüllte Blüten)
Herbarium Morphologicum von Julius Münter: Flores pleni (Gefüllte Blüten)
2. Hälfte 19. Jahrhundert
Zusammenstellung: Julius Münter
B: 46 cm, H: 32,5 cm
Inv.-Nr.: Mü74
Sondersammlung des Herbariums der Universität Greifswald (GFW)

Als Herbar oder Herbarium bezeichnet man eine Sammlung getrockneter Pflanzen. Die Etiketten wissenschaftlicher Herbarbelege geben Auskunft über den Artnamen, den Fundort, das Funddatum und den Sammler. Durch menschliches Eingreifen und Klimaveränderungen ist unsere Umwelt einem ständigen Wandel unterworfen. Daher fungieren Herbarien als überaus wichtige historische Zeugnisse der Pflanzenwelt. Die Botanische Sammlung der Universität Greifswald verfügt etwa über 300.000 (Einzel-) Herbarbelege.

Julius Münter schuf im 19. Jahrhundert zusammen mit seinem Herbarkustos Hermann Zabel eine Besonderheit: eine Zusammenstellung von Pflanzen nach morphologischen Gesichtspunkten, sein „Herbarium Morphologicum“. Hierbei lag der Schwerpunkt auf der vergleichenden Betrachtung, übliche Etikettenangaben fehlen meist. Dadurch ist ihr Wert für die Forschung eher gering, es wird aber davon ausgegangen, dass Münter diese Belege für die Lehre verwendete, für die sie zweifelsohne eine relevante Rolle spielten. Sowohl am Botanischen Institut der Universität, als auch an der Landwirtschaftsakademie in Eldena bestand die Möglichkeit, die Lehrsammlung des Herbars einzusetzen.

Auch Münters Arbeiten sind nun Teil der universitären Sammlungen. 

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